ChatGPT DSGVO-konform? Was OpenAIs Verträge wirklich hergeben

Eine Zürcher Kanzlei hat die Verträge von OpenAI, dem Anbieter von ChatGPT, geprüft: Für Anwälte, Ärzte und andere Berufsgeheimnisträger reicht keiner davon. Was das für Unternehmen heisst, und welche Auswege die Prüfung nicht nennt.

Analyse · Veröffentlicht 21.07.2026 · Aktualisiert 21.07.2026 · Joel Barmettler

Ist ChatGPT DSGVO-konform?

Ob ChatGPT im Geschäftseinsatz datenschutzkonform läuft, hängt vom Tarif ab. Für die privaten Tarife Free, Plus und Pro gibt es keinen Auftragsbearbeitungsvertrag, also die Vereinbarung, die OpenAI als Dienstleister bindet. Die Business-Tarife (Team, Enterprise, API) haben ihn, doch er schliesst sensible Daten wie Gesundheitsdaten aus. Für Anwälte und Ärzte reicht er laut der Zürcher Kanzlei VISCHER (Juli 2026) nicht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Prüfen Sie zuerst, ob Mitarbeitende ChatGPT mit einem privaten Konto (Free, Plus, Pro) für die Arbeit nutzen. Für diese Konten existiert kein Datenschutzvertrag, mit dem sich das rechtfertigen liesse.
  • Ein Wechsel auf einen Business-Tarif (Team, Enterprise, API) genügt für gewöhnliche Geschäftsdaten. Für besonders schützenswerte Personendaten, zum Beispiel Gesundheits-, Religions- oder Gewerkschaftsdaten, brauchen Sie zusätzlich einen bewussten Risikoentscheid.
  • Wer Mandats-, Patienten- oder Amtsdaten bearbeitet, dem reicht der direkte OpenAI-Vertrag nach VISCHER (Stand Juli 2026) nicht. Es bleiben zwei Auswege. Der erste ist ein Vertrag mit einem Hyperscaler, einem grossen Cloud-Anbieter wie Microsoft, über Azure OpenAI, also dieselben GPT-Modelle in Microsofts Cloud. Der zweite ist ein offenes Modell, das Sie selbst oder ein Hoster betreibt.
  • OpenAI bietet keine Schweizer Datenresidenz an, also keine Zusage, Daten in der Schweiz zu halten. Es gibt nur die Sammelregion Europa. Wer Daten in der Schweiz halten muss, kann OpenAI daher nicht wählen.
  • Setzen Sie Codex ein, OpenAIs Programmier-Agenten, prüfen Sie die Einstellung für das Training separat. Codex läuft unter denselben Verträgen wie ChatGPT, hat aber einen eigenen Schalter, der ganze Arbeitsumgebungen fürs Training freigibt (Stand Juli 2026).

Die Zürcher Kanzlei VISCHER (Autoren Lucian Hunger und Jonas Baeriswyl) aktualisiert regelmässig eine öffentliche Marktübersicht über KI-Anbieter; die Fassung vom Juli 2026 widmet OpenAI einen eigenen Abschnitt. Souverana ist keine Anwaltskanzlei. Wir geben VISCHERs rechtliche Einordnung wieder und ergänzen sie um die Architekturfragen, die eine Rechtsprüfung naturgemäss nicht beantwortet: Über welchen Vertrag und auf welcher Infrastruktur kann ein Unternehmen die GPT-Modelle von OpenAI trotzdem einsetzen?

Dieser Beitrag eröffnet unsere Serie «Anbieter im Datenschutz-Check», in der wir die grossen KI-Anbieter nach demselben Raster prüfen: Verträge, Datenresidenz, Berufsgeheimnis, Auswege.

Was VISCHER an OpenAIs Verträgen beanstandet

Wie bei jedem Anbieter gilt zuerst eine Grundregel. Für den Unternehmenseinsatz zählen nur die Business-Tarife. VISCHER weist ausdrücklich darauf hin, dass die Privatkunden-Angebote für den Unternehmenseinsatz nicht ausgelegt und nicht geeignet sind, bei ChatGPT wie bei jedem anderen Anbieter.

Bei den Business-Tarifen, wo ein DPA überhaupt vorliegt, nennt VISCHER drei konkrete Vorbehalte:

Erstens gilt der Vertrag nur für gewöhnliche Personendaten. Besonders schützenswerte Personendaten, etwa Gesundheitsdaten, deckt er nicht ab. VISCHERs Einschätzung dazu ist deutlich: Die Klausel ist ein Versuch OpenAIs, sich aus der Verantwortung für einen entsprechend höheren Datensicherheitsstandard zu nehmen. Die meisten Kunden merken das nicht, und ob die Klausel datenschutzrechtlich überhaupt Bestand hat, hält die Kanzlei für fraglich.

Zweitens regelt eine Klausel, wie OpenAI über neue Unterauftragsbearbeiter informiert, also über Dienstleister, die OpenAI zur Verarbeitung der Kundendaten beizieht. OpenAI hat freie Wahl beim Informationsweg: Blogpost, In-App-Hinweis, eine andere «angemessene» Form oder E-Mail, aber nur, wenn man dafür abonniert ist. Auf eine E-Mail kann sich ein Kunde damit nicht verlassen. Wer verlässlich informiert sein will, müsste alle Kanäle laufend selbst beobachten, inklusive der Blogs. VISCHER nennt das Risiko konkret: Neue Unterauftragsbearbeiter können ohne Wissen des Kunden hinzukommen, sodass er seine eigenen Prüfpflichten gar nicht wahrnehmen kann.

Drittens zur Websuche: Die öffentlichen Vertragstexte enthalten laut VISCHER keine Ausnahme, weshalb die Kanzlei annimmt, dass dieselben Regeln gelten wie im Chat. Ein Wettbewerber hat gegenüber VISCHER behauptet, OpenAI nutze für die Websuche dieselbe Bing-Suche wie Microsoft. Träfe das zu, könnte OpenAI die eigene DPA-Zusage nicht einhalten. Sie erlaubt Datenfluss nur über deklarierte Unterauftragsbearbeiter. Microsoft bietet die Bing-Suche aber nicht im Rahmen einer Auftragsbearbeitung an. VISCHER kann das nicht verifizieren, hält es aber für sinnvoll, dass eine Aufsichtsbehörde bei OpenAI nachfragt.

Auf eigene Anfrage, wie sich ChatGPT berufsgeheimniskonform einsetzen liesse, erhielt VISCHER nach eigenen Angaben nur unbrauchbare Antworten eines KI-Chatbots. Ihr Eindruck: OpenAI zeigt kein Interesse an einer für Kunden zufriedenstellenden Lösung.

Codex: dieselben Business Terms, ein eigener Schalter

VISCHERs Übersicht deckt Codex, OpenAIs Programmier-Agent für Terminal und Entwicklungsumgebung, nicht separat ab. Was folgt, ist unsere eigene Recherche in OpenAIs öffentlichen Datenschutzangaben, Stand Juli 2026, nicht VISCHERs Einordnung.

Vertraglich gilt für Codex dasselbe wie für ChatGPT. Wer Codex über ChatGPT Business, Enterprise oder die API nutzt, untersteht denselben Business Terms und demselben DPA, die im vorigen Abschnitt beanstandet wurden, samt derselben Lücke bei besonders schützenswerten Personendaten. Ein eigenes Codex-DPA oder eigene Codex-Nutzungsbedingungen gibt es nicht.

Zwei Details sind codex-spezifisch und leicht zu übersehen. Erstens speichert OpenAI API-Ein- und Ausgaben auch mit deaktiviertem Training standardmässig bis zu 30 Tage für die Missbrauchserkennung; Zero Data Retention, also keine Speicherung, gibt es nur für berechtigte Endpunkte, auf Anfrage über den Vertrieb, und nicht automatisch für jedes Enterprise-Konto. Zweitens hat Codex in den Einstellungen einen eigenen Schalter dafür, ob ganze Arbeitsumgebungen fürs Training freigegeben werden, eine deutlich grössere Freigabe als einzelne Anfragen. Er ist unabhängig vom allgemeinen Organisations-Schalter und gehört bei jeder Codex-Einführung auf die Prüfliste.OpenAI Help Center

Berufsgeheimnis: warum es bei OpenAI nicht reicht

Für Anwaltskanzleien, Arztpraxen, Treuhänder und Banken ist die Frage nach dem Berufsgeheimnis oft dringlicher als die allgemeine DSGVO- oder revDSG-Konformität. Bei OpenAI fällt VISCHERs Antwort kurz aus.

Anders als bei Microsoft oder Google gibt es bei OpenAI, Stand Juli 2026, keinen bekannten Vertragszusatz und keinen Workaround, der daran etwas ändert. Wer Mandats- oder Patientendaten verarbeitet, braucht darum einen anderen Weg als den direkten OpenAI-Vertrag, dazu weiter unten mehr.

Die EU-Datenresidenz: näher als die USA, aber keine Schweiz

Eine Funktion verdient eigene Aufmerksamkeit, weil sie auf den ersten Blick mehr verspricht, als sie hält: die EU-Datenresidenz, also die Zusage, Daten in einer gewählten Region zu halten. OpenAI verarbeitet Daten für die API und für ChatGPT Enterprise, Edu und Healthcare auf Wunsch in einer bestimmten Region, mit Zero Data Retention bei geeigneten API-Endpunkten.OpenAI Help Center

Kennzahl

9 Länder
So viele einzelne Länder nennt OpenAI für die Datenresidenz (Daten im Ruhezustand) bei ChatGPT Enterprise/Edu/Healthcare und der API, dazu die Sammelregion Europa. Die Verarbeitung (Inferenz) in der Region bietet OpenAI seit Januar 2026 nur in den USA oder in Europa. Die Schweiz ist keiner davon; wer «Europa» wählt, weiss nur, dass die Daten irgendwo in der EU verarbeitet werden, nicht wo.

Quelle: OpenAI Help Center, Data residency and inference residency, Januar 2026

Zwei Einschränkungen bleiben. Die Wahl der Region gilt nur für neu angelegte Projekte und nicht rückwirkend, und bei der API muss sie für jedes Projekt einzeln getroffen werden. Zudem ist «Europa» eine Sammelregion und sagt nichts über einen Schweizer Standort. Wer den Standort Schweiz belegen muss, findet ihn eher bei einem Anbieter, der einen Schweizer Standort tatsächlich benennt, oder beim eigenen Betrieb eines offenen Modells.

Wo ChatGPT auf der Souveränitäts-Skala steht

Wie souverän ChatGPT für Ihr Unternehmen ist, entscheiden sechs Fragen, die sich unabhängig voneinander beantworten lassen. So steht OpenAIs Angebot heute auf jeder einzelnen davon:

weniger souverän souveräner →
Rechtsraum
USA (Standardvertrag)
EU-Region, optional für neue Projekte
Schweiz: keine eigene Option
Modell
GPT-5-Klasse, geschlossen
gpt-oss, offene Gewichte, Apache 2.0
kein Modell mit offenen Trainingsdaten
Software
ChatGPT-App, geschlossen
API, De-facto-Standard, offen nachgebaut
gpt-oss über eigene Inferenz-Software
Betrieb
OpenAIs eigene Cloud
Azure OpenAI Service, Hyperscaler-Vertrag
gpt-oss im eigenen oder Schweizer Rechenzentrum
Daten
Free/Plus/Pro: kein DPA
Business-Tarife: DPA ohne besonders schützenswerte Daten
technisch unmöglich nur beim Selbst-Betrieb von gpt-oss
Integration
proprietäre ChatGPT-Oberfläche
OpenAI-API, weit verbreitetes Format
offene Inferenz im eigenen Haus

Das Bild zeigt, warum «ChatGPT ja oder nein» die falsche Frage ist. Der hervorgehobene Punkt markiert auf jeder Achse, wo OpenAIs gehostetes Standardangebot (die Business-Tarife) liegt: bei fünf Achsen auf der ersten Stufe, bei den Daten auf der zweiten. Erst alle sechs Achsen zusammen ergeben, wie souverän eine Lösung tatsächlich ist. Zwei Auswege verschieben einzelne Achsen auf eine höhere Stufe: gpt-oss im Selbstbetrieb und Azure OpenAI Service, beide weiter unten beschrieben. (Die volle Systematik der sechs Achsen erklären wir im Grundlagenbeitrag Was ist souveräne KI?.)

Ein Beispiel ist die Achse Betrieb. Bei ChatGPT betreibt OpenAI die Modelle in der eigenen Cloud. Über Azure OpenAI Service laufen dieselben GPT-Modelle unter Microsofts Vertragswerk, wie bei Hyperscalern üblich. Das ist eine andere rechtliche Ausgangslage als OpenAIs eigene Geschäftsbedingungen; wir ordnen sie im Beitrag zu Microsoft Copilot dieser Serie ein.

Auf der Modell-Achse ist OpenAI nicht durchgehend geschlossen. Mit gpt-oss-120b und gpt-oss-20b hat das Unternehmen im August 2025 zwei Modelle unter der offenen Apache-2.0-Lizenz veröffentlicht. Sie lassen sich herunterladen, selbst betreiben und mit eigenen Daten nachtrainieren.OpenAI Als gehosteten Business-Tarif bietet OpenAI sie allerdings nicht an, dazu mehr im nächsten Abschnitt.

Der Fluchtweg: gpt-oss

Für Aufgaben, bei denen die kleineren gpt-oss-Modelle ausreichen, ist der Selbstbetrieb ein echter Souveränitätsgewinn. Ihr Vertragspartner ist dann ein Hoster wie Infomaniak, OVHcloud oder PHOENIQS. Der Vertrag deckt genau das ab, was Ihr Unternehmen mit diesem Hoster aushandelt, unabhängig von OpenAIs eigenen Business Terms.

Wer die volle GPT-5-Klasse braucht, findet den zweiten Ausweg beim Hyperscaler: Azure OpenAI Service bietet dieselben Modelle unter Microsofts Vertragswerk an, mit eigenen Bedingungen für Berufsgeheimnis und Abuse Monitoring (Missbrauchserkennung). Für ein Unternehmen mit Daten unterschiedlicher Schutzstufen ist es oft pragmatisch, je Aufgabe den passenden Bezugsweg zu wählen.

So starten Sie

Klären Sie vor dem nächsten ChatGPT-Vertrag oder der nächsten Verlängerung vier Punkte:

  1. Läuft bei Ihnen ein privater Tarif (Free, Plus, Pro) im Geschäftseinsatz, obwohl dafür gar kein DPA besteht?
  2. Verarbeiten Sie über ChatGPT besonders schützenswerte Personendaten oder gar Berufsgeheimnisdaten, für die der Business-Vertrag laut VISCHER nicht reicht?
  3. Spielt der Standort Ihrer Daten eine Rolle, und genügt die Sammelregion Europa, oder müssen Sie einen genaueren Standort belegen?
  4. Wäre für den jeweiligen Anwendungsfall ein Hyperscaler-Vertrag über Azure OpenAI oder ein selbst betriebenes gpt-oss die passendere Wahl als OpenAIs eigene Business Terms?

Nach demselben Raster prüft die Serie auch Anthropic, Google, Microsoft und mit Proton einen Anbieter, der es anders macht.

Für die Geschäftsleitung

Dieses Dossier als PDF

Den vollständigen Beitrag plus eine kompakte Management-Zusammenfassung und Checkliste, als PDF zum Speichern und Weiterleiten.

Sie erhalten das PDF sofort. Mit dem Absenden stimmen Sie zu, dass Souverana Sie zu diesem Thema kontaktieren darf. Verarbeitung in der Schweiz/EU, keine Weitergabe an Dritte, Widerruf jederzeit (revDSG).

Häufige Fragen

Ist ChatGPT DSGVO-konform?
Das hängt vom Tarif ab. Die privaten Tarife (Free, Plus, Pro) sind laut der Zürcher Kanzlei VISCHER für Unternehmen nicht geeignet. Die Business-Tarife (Team, Enterprise, API) haben einen Auftragsbearbeitungsvertrag, der OpenAI als Dienstleister bindet. Der Vertrag genügt für gewöhnliche Personendaten. Für besonders schützenswerte Personendaten wie Gesundheitsdaten deckt er nichts ab, dort braucht es einen bewussten Risikoentscheid.
Darf ich ChatGPT für sensible Geschäftsdaten nutzen?
Für normale Geschäftsdaten in einem Business-Tarif grundsätzlich ja, mit vertraglicher Absicherung. Für besonders schützenswerte Personendaten oder Berufsgeheimnisse rät die Zürcher Kanzlei VISCHER (Stand Juli 2026) ausdrücklich ab. Der OpenAI-Vertrag ist dafür laut ihrer Einschätzung nicht ausgelegt. Besonders schützenswert sind etwa Gesundheits-, Religions- oder Gewerkschaftsdaten.
Was ist der Unterschied zwischen ChatGPT und der OpenAI API bei Datenschutz?
Vertraglich gilt für beide dasselbe Regelwerk der Business-Tarife. Die API, also die Programmierschnittstelle für eigene Anwendungen, bietet zusätzlich optionale EU-Datenresidenz für neu angelegte Projekte, mit Verarbeitung in der Region und bei geeigneten Endpunkten Zero Data Retention, das heisst keine Speicherung der Daten. Eine Schweizer Option gibt es bei keinem der beiden.
Kann ChatGPT für Berufsgeheimnisträger wie Anwälte oder Ärzte eingesetzt werden?
Nach Einschätzung der Zürcher Kanzlei VISCHER nicht. Ihr Fazit (Stand Juli 2026) lautet, dass OpenAI für Berufs- und Amtsgeheimnisträger nicht infrage kommt, unter anderem weil der Vertrag das Abuse Monitoring (die Missbrauchserkennung) nicht sauber löst. Alternativen sind ein bei einem Hyperscaler wie Microsoft gehostetes Modell oder selbst betriebene offene Modelle.
Bietet OpenAI eine Schweizer Datenresidenz an?
Nein. OpenAI nennt für ChatGPT Enterprise/Edu/Healthcare und die API mehrere Länder für die Datenresidenz (den Speicherort der Daten), darunter UK, USA, Japan, Kanada, Singapur und weitere, dazu die Sammelregion Europa. Eine Verarbeitung (Inferenz) in der Region gibt es seit Januar 2026 nur in den USA oder in Europa. Die Schweiz ist in keiner dieser Optionen einzeln aufgeführt.
Trainiert OpenAI Codex mit unserem Code?
Codex ist OpenAIs Programmier-Agent. Über ChatGPT Business, Enterprise oder die API trainiert OpenAI standardmässig nicht mit Ihrem Code, dort gelten dieselben Datenschutzzusagen wie bei ChatGPT. Über die persönlichen Tarife Plus oder Pro trainiert OpenAI dagegen standardmässig mit Codex-Aufgaben, sofern niemand aktiv widerspricht. Ein eigener Schalter gibt zudem ganze Arbeitsumgebungen fürs Training frei, unabhängig vom Organisations-Schalter.

LinkedIn

Diesen Beitrag teilen

Fertig formatierte Grafiken und ein Textvorschlag für Ihren LinkedIn-Post: herunterladen, kopieren, posten.

Drei Stufen im ChatGPT-Datenschutz-Check: Free, Plus und Pro als Tabu ohne Auftragsbearbeitungsvertrag; Team, Enterprise und API mit Vorbehalt (kein Schutz besonders schützenswerter Personendaten, Datenresidenz nur Europa); Berufs- und Amtsgeheimnisse als Nein.

Textvorschlag

Läuft in Ihrem Betrieb ChatGPT im Geschäftseinsatz? Dann lohnt der Blick auf den Tarif.

Denn vom Tarif hängt ab, ob überhaupt ein Datenschutzvertrag existiert. Für Free, Plus und Pro gibt es keinen. Die Privattarife sind für den Unternehmenseinsatz nicht ausgelegt, und über Plus und Pro trainiert OpenAI standardmässig mit den Aufgaben von Codex, seinem Programmier-Agenten.

Bei Team, Enterprise und der API liegt ein Auftragsbearbeitungsvertrag vor, die Vereinbarung, die OpenAI als Dienstleister bindet. Er deckt aber keine besonders schützenswerten Personendaten wie Gesundheitsdaten ab. Für Berufs- und Amtsgeheimnisse kommt OpenAI laut der Zürcher Kanzlei VISCHER derzeit nicht infrage, und eine Schweizer Datenresidenz gibt es nicht, nur die Sammelregion Europa.

Unser Schluss: Entscheidend ist der Bezugsweg, also über wen und unter welchem Vertrag Sie die Modelle beziehen. Dieselben GPT-Modelle laufen über Azure OpenAI, Microsofts Cloud, unter Microsofts Vertragswerk. Für passende Aufgaben gibt es gpt-oss, ein offenes OpenAI-Modell unter Apache 2.0, zum Selbstbetrieb bei einem Schweizer Hoster. Dann gilt der Vertrag mit Ihrem Hoster.

Einordnung, keine Rechtsberatung. Im Beitrag stehen die vier Bezugswege im Vergleich, die Details zu Codex und sieben Fragen vor dem nächsten Vertrag. Link in den Kommentaren.

#KI #Datenschutz #OpenAI #Schweiz